Robert Darnton: Die Zensoren

Robert Darnton: Die Zensoren

Nicht jeder Historiker schreibt Bücher so, dass sie gut lesbar sind. Bei dem Harvard-Professor Robert Darnton trifft dies zu. In den letzten Jahrzehnten hat er eine ganze Reihe von Sachbüchern publiziert, die durchgehend ihren Platz im Bücherschrank verdient haben. Das zentrale Thema, das all seine Bücher durchzieht, ist die Geschichte von Ideen und wie sie sich verbreiten. In dieser Tradition steht auch Die Zensoren. Wie staatliche Kontrolle die Literatur beeinflusst hat. Vom vorrevolutionären Frankreich bis zur DDR. Darnton betrachtet die Zensur aus einer neuen Perspektive, indem er die Menschen, ihre Ziele und ihre Arbeitsweise in den Vordergrund rückt.

„Robert Darnton: Die Zensoren“ weiterlesen

Hannah Arendt: Eichmann in Jerusalem

Hannah Arendt: Eichmann in Jerusalem

Es gibt Bücher, die unterhalten, und Bücher, die breite gesellschaftliche Kontroversen nach sich ziehen. Letzteres ist nicht zuletzt dann der Fall, wenn der Autor damit einen wunden Punkt getroffen hat. Eines dieser in vielerlei Hinsicht umstrittenen, aber sehr lesenswerten Bücher ist Hannah Arendts Eichmann in Jerusalem, das auch 40 Jahre nach der ersten Auflage noch jede Berechtigung hat, im Bücherregal zu stehen und gelesen zu werden.

„Hannah Arendt: Eichmann in Jerusalem“ weiterlesen

Philipp Blom: Böse Philosophen

Philipp Blom: Böse Philosophen
Die französische Aufklärung ist dem deutschen Schriftsteller und Historiker Philipp Blom ein ganz besonderes Anliegen. Nachdem er bereits 2005 Das vernünftige Ungeheuer bei Eichborn veröffentlicht hatte, in dem er über die Entstehungsgeschichte der Encyclopédie schrieb, folgte 2011 sein Werk über Böse Philosophen. Ein Salon in Paris und das vergessene Erbe der Aufklärung. Damit erinnert er an das Denken und die Leistung insbesondere Denis Diderots und Baron d’Holbachs. Ihm gelingt es kurzweilig die wesentlichen Grundgedanken der Aufklärung (wenn man überhaupt von der Aufklärung als einer kohärenten Bewegung sprechen will) zu skizzieren und vor allem die Zeit der philosophischen Salons in Paris lebendig werden zu lassen. Offenkundig wird seine nicht zu übersehende Schwäche und Sympathie für die beiden Autoren, wodurch die Ausgenwogenheit der Darstellung etwas leidet.