Gilbert Adair: Die Evadne-Mount Trilogie

Gilbert Adair: Die Evadne-Mount Trilogie
An dieser Stelle will ich nicht nur ein Buch rezensieren, sondern gleich drei. Denn ich finde im Zusammenspiel funktionieren die drei Krimis von Gilbert Adair am besten. Die Evadne Mount-Trilogie ist in den Jahren 2006 bis 2008 beim C. H. Beck-Verlag erschienen. Die Bücher haben also schon ein paar Jahre auf dem Buckel, sind es aber nach wie vor wert, gelesen zu werden. Während die ersten beiden Bücher (Mord auf ffolkes Manor und Ein stilvoller Mord in Elstree) klassische Agatha Christie-Pastiches sind, stellt der dritte Band (Und dann gab’s keinen mehr) alles auf den Kopf und wartet mit sehr überraschenden Wendungen auf.

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Robert Darnton: Die Zensoren

Robert Darnton: Die Zensoren

Nicht jeder Historiker schreibt Bücher so, dass sie gut lesbar sind. Bei dem Harvard-Professor Robert Darnton trifft dies zu. In den letzten Jahrzehnten hat er eine ganze Reihe von Sachbüchern publiziert, die durchgehend ihren Platz im Bücherschrank verdient haben. Das zentrale Thema, das all seine Bücher durchzieht, ist die Geschichte von Ideen und wie sie sich verbreiten. In dieser Tradition steht auch Die Zensoren. Wie staatliche Kontrolle die Literatur beeinflusst hat. Vom vorrevolutionären Frankreich bis zur DDR. Darnton betrachtet die Zensur aus einer neuen Perspektive, indem er die Menschen, ihre Ziele und ihre Arbeitsweise in den Vordergrund rückt.

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Thea Dorn: Die Unglückseligen

Thea Dorn: Die Unglückseligen

Thea Dorn ist eine feste Größe in den literarischen Zirkeln, seit neuestem auch als festes Ensemblemitglied im Literarischen Quartett. 2016 hat sie Die Unglückseligen bei Knaus veröffentlicht: Ein Roman, der mit der Sehnsucht des Menschen nach Unsterblichkeit spielt. Ich habe mich ein wenig auch von dem sehr gelungenen Cover verleiten lassen das Buch zu kaufen. Eine gewisse Enttäuschung kann ich nach der Lektüre allerdings nicht verhehlen.

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Julian Barnes: Arthur & George

Julian Barnes: Arthur & George

Ein großer Justizskandal, ein weltberühmter Schriftsteller und die atmosphärisch dichte Kulisse des viktorianischen Englands. Die Komponenten für Julian Barnes Roman Arthur & George sind hervorragend – und so ist auch das Buch. Es geht um Stereotype und imperialen Rassismus, um Religion und Spiritismus und um die Frage, was eigentlich Ehre bedeutet. Zentrale Figur ist niemand geringerer als Sir Arthur Conan Doyle, der sich – historisch korrekt – in einen Kriminalfall einschaltet und den zu Unrecht verurteilten Parsen George Edalji rehabilitieren will.

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M.R.C. Kasasian: Mord in der Mangle Street

M.R.C. Kasasian: Mord in der Mangle Street
In Erwartung seichter, aber vergnüglicher Krimi-Unterhaltung habe ich Mord in der Mangle Street von Martin R.C. Kasasisan mitgenommen. Die Erwartung wurde nicht enttäuscht. Das Detektivgespann Sidney Grice und March Middleton nimmt in diesem Debut-Roman ganz bewusst starken Bezug auf Sherlock Holmes. Anders als bei den Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle werden die Ermittlungen aber aus der Perspektive einer jungen Frau erzählt und es ist nicht das London des wohlsituierten Bürgertums, das im Vordergrund steht, sondern das der Unterschicht: East End statt West End! Fragen der Emanzipation oder sozialer Gerechtigkeit waren für Conan Doyle schlichtweg nicht existent. „M.R.C. Kasasian: Mord in der Mangle Street“ weiterlesen

Noah Hawley: Vor dem Fall

Noah Hawley: Vor dem Fall

Noah Hawley ist in Deutschland vor allem als Drehbuchautor bekannt, der unter anderem für Bones und Fargo geschrieben hat. 2016 hat er Vor dem Fall veröffentlicht, das hierzulande bei Goldmann herausgekommen ist. Ich empfand das Buch – trotz der zuweilen positiven Kritiken in den Zeitungen – als enttäuschend. Die Charaktere sind eindimensional und flach wie Pappfiguren, die Story hat mich auch nicht gepackt.

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Nathan Hill: The Nix / Geister

Nathan Hill: The Nix / Geister

Zehn Jahre, schreibt Nathan Hill in seiner Danksagung, habe er an The Nix gearbeitet. Angefangen hat er also in einer Zeit, in der die USA noch von George W. Bush regiert worden war und die Vorstellung, dass Donald Trump eine politische Karriere einschlagen könnte, absurd erschien. Im Roman aber schickt sich ein rechts-populistischer Präsidentschaftskandidat an, das Land zu erobern. Es ist nicht zuletzt diese prophetische Kraft, die Nathan Hill auf die Bestsellerlisten gespült hat.

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