Der Bibliothekar

Wie lesen?

Vor ein paar Jahren habe ich in eBook-Readern den Untergang des Abendlandes vermutet. Heute hab ich selbst einen und sehe das pragmatisch. Doch es ist für mich mehr eine Alternative, auf die ich von Zeit zu Zeit zurückgreife. Gebundene Bücher besitzen für mich eine Haptik und Ästethik, die eBooks nicht erreichen.
Was lesen?
 
Es gibt sicher nach handwerklichen Maßstäben gute oder schlechte Bücher. Grundsätzlich denke ich aber, jeder soll lesen, was ihm gefällt. Ich wechsel auch gerne munter zwischen Genres und Stilrichtungen. Nach einem schwer verdaulichen Klassiker, darf es gerne ein seichter Krimi sein. Wenn ich zwei, drei US-amerikanische Autoren gelesen habe, wähle ich  ganz bewusst einen europäischen Schriftsteller. Oder ich wähle ein kurzen Roman nach einem dicken. Trotzdem gibt es Genres, mit denen ich überhaupt nichts anfangen kann, allen voran Phantasy und die meisten Psychothriller, aber das ist mein persönlicher Geschmack und soll kein Urteil sein über die, die sie schreiben oder die, sie lesen.
 

Warum bloggen?

Berechtigte Frage. Ich weiß es aber selbst nicht genau. Gute Bücher wirken nach. Sie beschäftigen den Geist noch Stunden oder sogar Tage später. Vielleicht hilft es mir meine eigenen Gedanken zu ordnen, wenn ich über ein Buch schreibe. Zumindest folgt „Die kleine Bibliothek“ keiner inneren Logik. Ich rezensiere nicht alles, was ich lese, sondern einfach das, worüber ich gerade Lust habe zu schreiben.
Wer bloggt und liest und schreibt denn da?
 
Ich habe eine notorische Abneigung gegen Zahlen, deshalb war mir immer klar, dass ich gar keine andere Wahl habe, als mein Schicksal in die Hände der Buchstaben zu legen. Ich habe meine Doktorarbeit in Politikwissenschaften geschrieben, zuvor habe ich für Zeitungen zur Feder gegriffen und danach einige Jahre als Kommunikationsberater für Unternehmen. Jetzt tobe ich mich in einem Team aus, das angehende Sachbuch-Autoren berät und die Buchkonzepte mit ihnen gemeinsam umsetzt.